Unternehmen mit hoher Innovationskraft haben einen klaren Vorteil: Langfristig werden Sie in ihrer Branche einen deutlichen Wettbewerbsvorteil haben.

Als Steve Jobs das neue iPhone präsentierte, war die Welt überrascht und entzückt. Die Folge: Der Aktienkurs von Apple erreichte nie dagewesene, schwindelerregende Höhen.
Dabei sind Innovationen jedoch nicht immer so offensichtlich. Der Schokoladenhersteller Lindt beispielsweise gehört zu den Unternehmen mit der höchsten Innovationskraft. Warum? Weil die Innovation im Verborgenen liegt. Zu finden ist sie in den Produktionsprozessen, der Wertschöpfungskette und im Marketing. So braucht Lindt bei der Einführung neuer Produkte von der Idee bis zur Platzierung in den Supermärkten gerade einmal einige wenige Wochen. Gepaart mit der Produktqualität ist dies ein unschlagbarer Vorteil.
Unternehmen mit einer hohen Innovationskraft haben:

  • Mittel- bis langfristig einen signifikanten Wettbewerbsvorteil
  • In der Regel stabilere Quartalsergebnisse
  • Einen höheren Profit

Schon längst haben auch Fondsmanager diesen Umstand für sich entdeckt. Sie haben erkannt, dass hochinnovative Unternehmen einen wesentlichen Alphabeitrag liefern.

Ein Blick hinter die Kulissen offenbart jedoch ein Problem: Nur wenige Fondsmanager und Kapitalgerber haben tatsächlich verstanden, was Innovation bedeutet und wie sie zu messen ist. Nicht umsonst lautet ein Insiderspruch: „Wall Street does not understand Innovation!“

Darüber haben wir mit Professor Leo Brecht und Julian Kauffeidt von Alpora gesprochen. Alpora hat sich auf die systematische Identifikation von Innovationen spezialisiert und vor einigen Jahren auch einen Fonds aufgelegt.

Leo Brecht, Alpora

Julian Kauffeidt, Alpora

1. Warum profitieren Anleger von Innovation?

Innovative Unternehmen haben eine nachweislich bessere Aktienperformance. Dieser Zusammenhang wurde in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen (erstmals nachgewiesen in einer Studie von Harvard 2012). Aufgrund ihrer hohen Innovationsleistung differenzieren sich diese Unternehmen vom Wettbewerb und weisen einen tendenziell größeren Markterfolg auf. Innovative Unternehmen nutzen gemäß unserem Verständnis überdurchschnittlich häufig fortschrittliche Methoden zur Realisierung einer Balance zwischen dem Market Pull (zukünftige Kundenanforderungen) und dem Technology Push (technologiegetriebene Innovationen).

2. Wie definieren Sie Innovation?

Wir definieren Top Innovatoren als Unternehmen, die über besonders innovative Produkte, Dienstleistungen, Prozesse oder auch Geschäftsmodelle verfügen, häufig verbunden mit einer hohen vertikalen Integration. Mittels ihrer innovativen Lösungen und ihrer hohen Innovationskraft können sich diese Unternehmen von ihren Wettbewerbern differenzieren und weisen somit einen tendenziell größeren Markterfolg auf. Innovation ist dabei nicht nur eine Idee, sondern eben eine Idee mit nachweislichem Markterfolg, was wichtig für die Bewertung der Gesellschaften ist.

3. Wie funktioniert der Selektionsprozess?

Wir, als Schweizer Investment Analytics Unternehmen messen diese Innovationskraft mittels einer einzigartigen quantitativen Methode. Die sogenannte ICA-Methode (ICA=Innovation Capability Analytics) berechnet das Verhältnis aus Innovationsinputs (z.B. F&E-Budget/ für Radikalinnovationen) und Innovationsoutputs des Unternehmens (z.B. Patente, EBIT-Anteil neuer Produkte) im Rahmen eines quantitativen Maximierungsverfahrens. Dabei werden die Inputs und Outputs sämtlicher Unternehmen im Sample durch den Algorithmus miteinander verglichen und daraus die Innovationskraft jedes Unternehmens bestimmt. Damit ist es erstmals möglich, die Innovationskraft eines Unternehmens mit einem Wert ähnlich dem EVA-Prinzip zu belegen.

Ergebnis der Berechnungen ist die sogenannte „Efficient Frontier“: Unternehmen auf der Efficient Frontier stellen die Top Innovatoren mit der höchsten Innovationskraft dar. Die Efficient Frontier kann man in Analogie zur Effizienzkurve bei Risk /Return Darstellungen in der Finanztheorie sehen. In einem zweiten Schritt wird untersucht, inwieweit diese Unternehmen zukünftig relevante Innovationstrends erkannt und adaptiert haben. Dazu nutzen wir unsere eigenen Big Data Methoden, die völlig unbiased die Trends analysieren. Die Ergebnisse dieser Analyse bilden die Basis im Sinne einer ALPORA-Vorselektion. AMG Fondsverwaltung AG als verantwortlicher Fondsmanager analysiert die Gesellschaften der ALPORA-Vorselektion in Bezug auf vordefinierte Kriterien (siehe dazu Frage 6). Im Anschluss findet die Portfoliokonstruktion statt was im Ergebnis zu einem Fondsportfolio bestehend aus dreißig Gesellschaften führt. Die maximale Positionsgröße beträgt dabei 5% und richtet sich nach dem Grad der Innovationseffizienz im Vergleich zu den anderen Gesellschaften. Mit diesem einzigartigen Selektionsprozess bildet der ALPORA Innovation Europa Fonds die 30 Top Innovatoren innerhalb verschiedenster Branchen in Westeuropa ab. Im Jahr 2019 konnte damit eine Rendite von 42,7% erzielt werden. Mit diesem Ergebnis hat der ALPORA Innovation Europa Fonds einmal mehr den Durchschnitt seiner Peergroup weit hinter sich gelassen. Im 2020 hat der Fonds bisher eine Performanceeinbuße von 7.7% (per 12.5.2020) verzeichnet und hat damit ca. 10% besser als der Vergleichsindex abgeschnitten.

4. Sind innovative Unternehmen weniger risikoanfällig?

In vergangenen Abschwungphasen hat sich gezeigt, dass Top Innovatoren oftmals unbeschadet oder sogar gestärkt aus Krisen hervorgehen, weil sie gerade in umsatzschwachen Jahren ihre Budgets für Forschung und Entwicklung stabil halten oder vergrößern. Dies zeigt sich bei auch bei ALPORAs aktuellen Top Innovatoren.

5. Welchen Beitrag kann der Fonds bei Portfoliooptimierung helfen?

Der ALPORA Innovation Europa Fonds verzeichnet seit Auflegung im Oktober 2014 eine deutlich bessere Performance als der breite europäische Markt. Das Risiko gemessen an der Volatilität ist vergleichbar mit dem Referenzindex. Der Fonds eignet sich damit als attraktiver Baustein innerhalb eines europäischen Aktienportfolios.

6. Was wird getan, um Risiken zu minimieren?

Das Risikomanagement erfolgt zum einen jeweils als Bestandteil der Portfolioanpassungen im Rahmen des jährlichen Anlagezyklus. Dabei geht es vordergründig darum, Risiken der Top Innovatoren zu identifizieren und in der Portfoliokonstruktion zu berücksichtigen. Der Analysefokus liegt hierbei auf der Solidität der Bilanz, der Cash-Flow Generierung und spezifische Risiken in Bezug auf das Geschäftsmodell. Die Finanzkraft des Unternehmens soll die Realisierung des vorhandenen Potenzials ermöglichen. Bewertungskennzahlen sind für diese Auswahl sekundär, sodass auch Unternehmen in jungen Wachstumsphasen in der Portfoliozusammensetzung Berücksichtigung finden können. Darüber hinaus ist auch die Handelbarkeit der Aktien an Börse ein wichtiges Entscheidungskriterium. Während dem Anlagezyklus stellt AMG Fondsverwaltung ein laufendes Risikomanagement in Bezug auf die zuvor erwähnten Kriterien sicher. Darüber hinaus findet quartalsweise ein Rebalancing statt mit dem Ziel, die Positionsgewichte auf ihre Ursprungsgröße zu Beginn des Anlagezyklus zurück zu führen. In der Summe verfolgt das laufende Risikomanagement das Ziel, in den quantitativen Ansatz möglichst wenig einzugreifen und das Portfolio nur auf Basis der jährlichen Neuadjustierung zu ändern.

7. 3 Gründe für den Fonds

Innovation ist essentiell für den langfristigen Erfolg von Unternehmen.
Einzigartiger, wissenschaftlich basierter Ansatz der ALPORA in Kombination mit der Fondsmanagementexpertise der AMG Fondsverwaltung.
Nachweislich sehr gute und nachhaltige Performance über die letzten 5 1/2 Jahre sowie kürzere Recovery Times nach Marktrückschlägen.

ALPORA Innovation Europa EUR E (WKN: A2P32W)

Über den Autor

Sasa Perovic

Sasa Perovic ist Ansprechpartner für das Investment Research sowie für unsere Produktpartner. Er steht Vermittlern bei Fragen zu Kapitalmärkten, Investmentfonds, Portfoliostrukturierungen uvm. zur Verfügung und ist für einen Großteil der Publikationen im Research Bereich zuständig. Hier kommt ihm seine mehrjährige Erfahrung zu Gute, die er auch seit einigen Jahren für die Erstellung eigener Publikationen in diesem Sektor nutzen konnte.

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