Um an den globalen Aktien- und Anleihemärkten zu verdienen, sollten sich jeder Finanzberater Zeit für die Analyse der Märkte nehmen, um einen guten Überblick und eine gute Marktmeinung für Aktien, Anleihen oder jede andere Anlageklasse zu haben, in die Kundengelder investiert werden sollen.

Hierzu bieten wir Ihnen, im Investment Research der Bank für Vermögen, mehrere Dienstleistungen an, damit Sie Ihren Berateralltag effizient gestalten können und sich auf das Wesentliche – Ihre Kunden – konzentrieren können.

Möglichkeiten, wie Sie sich eine Marktmeinung bilden können
Grundsätzlich kann man bei der Markt- und auch der Einzeltitelanalyse zwischen der fundamentalen und der technischen Analyse unterscheiden, um zu einer Investitionsentscheidung zu gelangen. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen auszugsweise zeigen, wie Sie diese beiden Arten von Analysen verwenden können.

Technische Analyse
Die technische oder auch quantitative Analyse hilft Ihnen bei der Identifizierung von Opportunitäten, indem sie statistische Trends betrachtet, die durch Handelsaktivitäten wie Volumen und Preisbewegungen hervorgerufen werden. Analysten, die quantitative Daten verwenden, konzentrieren sich hauptsächlich auf Preisbewegungsmuster, Handelssignale und verschiedene analytische Charting-Tools, um die Chancen oder Risiken eines Investments zu überprüfen. Technische Analysen können auf alle Instrumente und Indizes angewendet werden, die historische Preis-Daten enthalten. Zu diesen Wertpapieren gehören festverzinsliche Wertpapiere, Rohstoffe, Index Futures, Währungen, Aktien und vieles mehr. Tatsächlich wird die technische Analyse häufig in Rohstoff- und Devisenmärkten verwendet, wo sich Anleger in diese Wertpapiere hauptsächlich auf kurzfristige Kursbewegungen konzentrieren. Durch die Liquidität im ETF-Markt findet die technische Analyse häufig Anwendung im institutionellen Bereich, um ganze Aktienmärkte oder die Trends in einzelnen Branchen abzubilden.

Bewegungen sind nicht zufällig
Technische Analysten glauben, dass Preisänderungen und vergangene Handelsaktivitäten die nützlichsten Indikatoren für eine zukünftige Preisbewegung von Vermögenswerten sein können. Die technische Analyse unterscheidet sich von der Fundamentalanalyse, da sich diese Art der Analyse eher auf die Finanzdaten des Unternehmens als auf frühere Preismuster und Marktentwicklungen konzentriert. Das technische Analyserahmenwerk basiert auf zwei von Charles Dow vorgebrachten Grundannahmen, die besagen: „Märkte sind effizient mit Werten, die Faktoren darstellen, die den Preis eines Wertpapiers beeinflussen, aber Marktpreisbewegungen sind nicht rein zufällig, sondern bewegen sich in identifizierbaren Mustern und Trends, die sich tendenziell wiederholen im Laufe der Zeit. Auch im modernen Finanzwesen basiert die technische Analyse auf drei Annahmen: Die Märkte diskontieren alles, die Preise bewegen sich in Trends und die Geschichte wiederholt sich tendenziell.

Klassische Formationen der technischen Analyse
Im Folgenden finden Sie einige Aktienchartmuster, die Sie von Zeit zu Zeit als Investor verwenden können, während Sie technische Analysen für verschiedene Wertpapiere durchführen. Wichtig ist, dass die meisten Formation stets in beide Richtungen, also für fallende Kurse, als auch für steigende Kurse angewandt werden können.
Eine sehr bedeutende Formation ist das so genannte Doppel Top oder auch der Doppel Boden. Hierbei handelt es sich um einen klassische Trendwende Formation. Beide Varianten bilden sich am Ende eines langen Auf- bzw. Abwärtstrends. Typischerweise läuft sie so ab, dass nach einem ersten Hoch eine Konsolidierungsphase folgt, wobei der Kurs erneut versucht, ein neues Hoch zu erreichen. Das gelingt aber nicht, woraufhin es zu einer Trendumkehr und einem Kursrückgang kommt. Die beiden Hochs bilden die Spitzen der Doppeltop-Formation. Bei der Bodenbildung spricht man häufig auch von einer W-Formation. Diese bildet häufig den Boden für steigende Kurse.

Hieran lässt sich auch leicht die aktuelle Markterholung der Corona-Krise ableiten. Da es bislang lediglich zu einer direkten Kursumkehr, nach stark fallenden Kursen kam, spricht man hierbei von einer V-Formation. Diese entsteht, wenn sich ein Abwärtstrend plötzlich in einen Aufwärtstrend verwandelt. Genau wegen dieses schlagartigen Umschwungs ist die V-Formation auch nicht einfach zu erkennen. Hat man den Abwärtstrend mit einer Abwärtstrendlinie versehen, kann man leichter erkennen, wann sie durch einen Aufwärtstrend durchbrochen wird. Ist das einmal geschehen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine V-Formation handelt. Man sollte zur Bestätigung eines Trends in diesem Falle aber weitere Trading Indikatoren hinzuziehen.
Eine sehr beliebte Formation ist die Schulter – Kopf – Schulter Formation. Zum einen ist sie leicht zu erkennen, aber vor allem bietet sie klare Ein- und Ausstiegssignale durch ein klar definiertes Kursziel. Die Formation kann sowohl nach unten, als auch nach oben gerichtet stattfinden. Dabei spricht man dann von einer inversen S-K-S Formation.

Ein weiteres Trendfolgemuster Dreieck Muster, Keile und Flaggen. Nimmt die Volatilität nach anfangs heftigen Ausschlägen stetig ab, lässt sich das Kursgeschehen oftmals in ein symmetrisches Dreieck fassen. Diese Formation steht in der Regel für die Ruhe vor dem Sturm. Zwischen Bullen und Bären baut sich eine immer größere Spannung auf, die sich anschließend impulsiv entlädt.

Dies ist nur eine exemplarische Darstellung einiger Formationen. Es gibt eine breite Auswahl an Möglichkeiten, um Chartformationen festzustellen, anhand derer man Ein- und Ausstiegspunkte festlegt. Dies muss dabei keineswegs nur auf kurzfristiger Basis stattfinden. Die Bandbreite kann dabei von Minutencharts bis hin zu sehr langfristigen Monats- oder gar Jahrescharts gehen. Ebenso verwendet man in der technischen Analyse selten nur einen Indikator. In der Regel werden Formationen mit zahlreichen weiteren technischen Indikatoren kombiniert, um zu einem Gesamtbild zu gelangen.

Fundamental Analyse

Die Fundamentalanalyse hilft andererseits dabei, den inneren Wert eines Wertpapiers zu bestimmen, indem verwandte finanzielle und wirtschaftliche Faktoren bewertet werden. Fundamentale Analysten untersuchen jeden Faktor, der den Wert des Wertpapiers beeinflussen kann. Zu diesen Faktoren gehören makroökonomische Faktoren, die den Anlegern einen Überblick über die Wirtschafts- und Branchenbedingungen geben, sowie verschiedene mikroökonomische Faktoren, z. B. wie effektiv das Management des Unternehmens ist. Das Endergebnis der Fundamentalanalyse besteht darin, eine Zahl zu ermitteln, die Händler mit einem aktuellen Wertpapierpreis vergleichen und feststellen können, ob dieser über- oder unterbewertet ist.

Analysten, die Fundamentaldaten verwenden, um Entscheidungen auf den Märkten zu treffen, untersuchen in der Regel die Reihenfolge, den Gesamtzustand der Wirtschaft und später die Stärke der jeweiligen Branche, bevor sie ein Unternehmen auswählen, in das investiert werden soll. Die Fundamentalanalyse verwendet öffentlich verfügbare Daten, um den Wert einer Aktie, Anleihe oder eines anderen Wertpapiers zu bestimmen. Beispielsweise kann ein Händler eine fundamentale Analyse einer Anleihe durchführen, indem er verschiedene wirtschaftliche Faktoren wie die Zinssätze und auch die allgemeine Wirtschaftslage überprüft. Darüber hinaus können weitere Informationen zum Emittenten der Anleihe wie deren Bonität überprüft werden. Für Aktieninvestoren können verschiedene Fundamentaldaten wie Gewinn, Umsatz, zukünftiges Wachstum, Gewinnmargen, Eigenkapitalrendite und andere Daten, die bei der Bestimmung des zugrunde liegenden Werts eines Unternehmens und seines zukünftigen Wachstumspotenzials sehr hilfreich sind. Beispiele für Fundamentaldaten, die die Aktien- und Rentenmärkte beeinflusst haben, sind die Leitzinserhöhung von 1994, die Ölkrisen von 1973 und 1979 sowie die Subprime-Hypothekenkrise von 2008.

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Über den Autor

MARC SATTLER

Marc Sattler verantwortet im Vorstand die Bereiche Vermögensverwaltung (PRIVATE INVESTING), Investment Research und Digitalisierung. Als Ansprechpartner für die Vermögensverwaltung steht er institutionellen- und Partner-Anlageberatern mit individuellen Anlagekonzepten und Depotanalysen zur Seite.

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